MYTILINI – STADT
Die äusserst lebendige Hauptstadt – kulturelles, wirtschaftliches und verkehrstechnisches Zentrum der Insel, abseits der touristischen Zentren gelegen – bietet für jeden Geschmack etwas:
ODOS ERMOU
Die Haupteinkaufsstrasse der Stadt, an deren Stelle bis über röm. Zeit hinaus ein Meereskanal verlief, der den Burgberg vom Festland trennte und den Nord – mit dem Südhafen verband. Hier findet man alle Arten von Geschäften wie Fisch- Obst und Gemüsemarkt, Schmuck, Lederwaren, Bekleidung, kleine Supermärkte, Altwarenläden etc.
PROKYMAIA
Die grosse Hafenpromenade, hier befinden sich die grossen Banken, viele Touristikbüros und eine grosse Anzahl von Cafes, Tavernen, Bars etc., wo sich vorwiegend das Abend- und Nachtleben der Stadt abspielt.
KASTRO
Die in einem Pinienwald gelegene Festung zählt zu den grössten und besterhaltendsten Burganlagen des Mittelmeerraumes. An Ihrer Stelle befand sich höchstwahrscheinlich schon die Akropolis der antiken Stadt. Die erste Bauphase der Burg wird ins 6.Jhdt n. Chr. datiert, eine weitere unter die Herrschaft Francesco Gattelusis.Öffnungszeiten: Di – So 08:30 – 15:00, Mo geschlossen
ANTIKESTHEATER
Auf einem Hügel westlich oberhalb der Stadt befinden sich die spärlichen Überreste (Orchestra) eines imposanten Theaters. In hellenistischer Zeit erbaut zählte es zu den grössten Theatern Griechenlands (15.000 Plätze) und diente Pompejus als Vorlage für ein ähnliches Theater in Rom.
Vorsicht – auf dem Gelände sollen sich zahlreiche Schlangen tummeln!
AGIOS THERAPON
Diese Kreuzkuppelkirche wurde 1860 erbaut und birgt eine Reihe wertvoller Ikonen und den Marmorsarkophag des Bischofs Ignatios (gest. 1828). Die mächtige Kuppel dieser Kirche beherrscht das gesamte Stadtbild.
AGIOS ATHANASIOS
Die Kathedrale ist in einer Seitengasse der Odos Ermou gelegen und fällt vor allem durch den freistehenden, neugotischen Glockenturm auf. Die dreischiffige, kreuzförmige Basilika wurde Ende des 16., Anfang des 17. Jhdts erbaut. Im Inneren befindet sich neben wunderschönen, nachbyzantinischen Holzschnitzereien (Ikonostase, Bischofsthron, etc.) der Sarkophag des Hl. Theodoros (Schutzheiliger der Stadt Mytilini, Fest am 17. Februar.)
ARCHAEOLOGISCHES MUSEUM
In einem terrassenförmigen Neubau am Burgberg untergebracht, nahe dem Eingang zur Burganlage. Wichtige Exponate sind die Grabungsergebnisse der bronzezeitlichen Siedlung Thermi und aus römischer Zeit die Fussbodenmosaike aus der sogenannten “Villa des Menander” (Mytilini).
Öffnungszeiten : Di – So 08:30 – 15:00 Uhr, Mo geschlossen
BYZANTINISCHES MUSEUM
Gegenüber der Agios Therapon – Kirche gelegen beherbergt dieses kleine Museum eine reichhaltige Ikonensammlung (älteste Ikone : “Hl. Georg” um 1250), wertvolle Bischofsgewänder, liturgische Gefässe, etc.
Öffnungszeiten : Mo – Sa 09:00 – 13:00 Uhr, So geschlossen
THEOPHILOS MUSEUM
Südlich der Stadt in dem kleinen Dorf Varia gelegen. Dieses 1965 von namhaften Künstlern wie Stratis Eleftheriadis (Teriade) und Odyseas Elytis gegründete Museum beheimatet an die hundert Werke des naiven Malers Theophilos.
Öffnungszeiten : Di – So 09:00 – 14:00, 17:00 – 20:00 Uhr, Mo geschlossen
MUSEUM-BIBLIOTHEK TERIADE
Neben dem Theophilos Museum gelegen, beherbergt die bedeutende und hochinteressante Sammlung moderner Kunst des Kunstkritikers und Verlegers Teriade (1867-1983). Lithographien, Skizzen und Radierungen von Miró, Picasso, Matisse, Chagall u.a.
Öffnungszeiten : Di – So 09:00 – 14:00, 17:00 – 20:00 Uhr, Mo geschlossen
DER GOLF VON GERA UND DER SÜDEN
Die kleinere der beiden Meeresbuchten hat beinahe
den Charakter eines Binnensees, der Golfausgang ist von vielen Stellen der
Küste nicht zu sehen. Etwa 10 km von Mytilini
entfernt liegt direkt am Golf Loutra Korfou – eine der zahlreichen heissen
Quellen der Insel, die zu einer kleinen Badeanstalt ausgebaut ist. Der südliche Teil der Insel wird vom Bergmassiv
des Olymp beherrscht, dessen imposanter Kalkfelsen weithin sichtbar aus den
dichten Wäldern zu einer Höhe von 968 m emporragt. Dichte Nadel – und
Laubwälder ( u.a. auch Edelkastanien) und tiefe Schluchten bilden eine
eindrucksvolle Landschaftskulisse. An den Südhängen des Olymps erstrecken sich
schier unendliche Olivenhaine hinunter bis zur Küste. Im August 1994 wurden leider 8.000 Ha. Wald und
Kulturland durch ein fürchterliches Grossfeuer vernichtet.
PLOMARI
Ursprünglich
nur die Strandsiedlung des Dorfes Megalochori ist Plomari heute die
zweitgrösste Siedlung der Insel. Den schönsten Ausblick auf das Dorf, das sich
wie ein Schwalbennest an den Berg schmiegt, geniesst man vom äusseren Ende der
Hafenmole. Im 19. Jhdt. wurde Plomari, das damals noch Potamos hiess, zu einem bedeutenden
Handelshafen. Untrennbar verbunden ist der Namen des Dorfes mit dem
Nationalgetränk der Griechen – dem Ouzo. Einige der über die ganze Insel
verstreuten, teils alteingesessenen Ouzodestillerien sind im Gebiet von Plomari
anzutreffen.
Die Strände von Agios Isidoros (2 km östl.) und von Melinda (6 km westl.) laden zum Baden ein.
AGIASSOS
Dieses von dichten Wäldern
umringte, wunderschöne Bergdorf liegt in 500 m Höhe am Fusse des Olymps. Die
Marienkirche des Dorfes ist für alle
Griechisch – orthodoxen der Hauptwallfahrtsort der Insel. Zum 15. August, Maria Himmelfahrt (höchster Marien-Feiertag der griech.orthodoxen Kirche), pilgern Wallfahrer aus allen Teilen Griechenlands vorwiegend zu Fuss nach Agiassos. Die verehrte Ikone aus dem Hl. Land wird dem Evangelisten Lukas zugeschrieben, zwei Wallfahrten nach Agiassos sind gleichwertig mit einer nach Jerusalem! Das Dorf ist aber auch berühmt für seine vielfältigen Handwerkskünste: alteingesessene Keramiktöpfereien, Holzschnitzer, Spinnereien, Webereien, etc. Strassenhändler bieten ausserdem frische Gewürze und ausgezeichneten Bergtee an.
VATERA
Stolz weist die über mehrere km ausgedehnte Strandsiedlung auf den längsten durchgehenden Strand der Insel hin.
Am Kap Agios Fokas (ca. 3km westl.) gibt es noch Grundmauerreste eines Dionysos – Tempels und einer frühchristl. Basilika.
Kürzlich wurden in der Nähe von Vatera versteinerte Tiere entdeckt.
Im Nachbardorf Vrisa, ca. 2 km entfernt werden die prähistorischen Fundstücke im provisorisch eingerichteten Naturkundemuseum präsentiert.
Die Einzigartigkeit und die Bedeutung dieser Funde schafft neue Tatsachen, die die Grenzen vorhandener einfacher naturgeschichtlicher Sammlungen sprengen. Die Funde erweisen sich weltweit als besonders selten.DIE OSTKÜSTE
SKALA SIKAMINEAS
Das kleine Fischerdörfchen bezaubert vor allem durch seinen malerischen Hafen und dem Dorfplatz mit seinen zahlreichen Tavernen unter schattenspendenden Bäumen.
Es ist auch die Heimat des Dichters Stratis Mirivilis, dessen Roman “Die Madonna mit dem Fischleib” in Skala Sikamineas spielt. Die kleine Kirche auf dem Felsen im Meer ist der Jungfrau der Seefahrer geweiht.
MANDAMADOS
Das Dorf an der Ostküste, 36 km von Mytilini gelegen, ist für viele Produkte besonders guter Qualität bekannt wie z.B.: Joghurt, Käse und Rindfleisch, aber auch Keramik und anderes Kunsthandwerk. Der Hauptanziehungspunkt ist allerdings das etwas ausserhalb gelegene Taxiarchis – Kloster. Eine ganz besondere und einmalige Ikone des Erzengels Michael (=Taxiarchis) wird hier verehrt. Rätselhaft ist und bleibt die Entstehung dieser Ikone : es heisst, dass der einzige Überlebende eines Sarazener - Angriffs auf das Kloster diese Ikone aus Dankbarkeit über seine Errettung, die er dem Erzengel Michael zuschrieb, aus der blutgetränkten Erde geformt hat. Auch hier soll es immer wieder zu Wunderheilungen kommen.
MORIA
7 km nordwestlich von Mytilini liegt inmitten von Olivenhainen das Dörfchen Moria, das durch die Reste eines römischen Aquädukts berühmt geworden ist. Es ist dies ein Teil einer etwa 26 km langen Wasserleitung, die Mytilini mit Wasser aus dem Gebiet um den Olymp versorgt hat ( 3.Jhdt).
THERMI
Etwa 12 km nördlich von Mytilini liegt die Gemeinde Thermi, die sich über drei Ortsteile erstreckt : Pirgi Thermis, Paralia Thermis und das eigentliche Dorf Thermi, das etwas landeinwärts liegt.
An der Küste von Thermi wurden prähistorische Siedlungen ausgegraben, die sich bis zur frühen Bronzezeit ( ca. 3.000 v.Chr. ) datieren lassen. Sie weisen auch Ähnlichkeiten mit den bronzezeitlichen Siedlungen am gegenüberliegenden kleinasiatischen Festland ( das Gebiet von Troja ) auf. Die Funde und Grabungsergebnisse sind im archäologischen Museum von Mytilini sehr anschaulich dokumentiert.
Der Name Pirgi Thermis stammt von den wehrturmartigen Häusern des 16. - 19.Jhdts, von denen noch einige erhalten sind und unter Denkmalschutz stehen.
In Paralia Thermis befinden sich die weithin bekannten warmen Quellen, denen das Dorf seinen Namen verdankt ( 49,9 Grad, leicht radioaktiv).
Bereits in der Antike hat sich hier ein Quellenheiligtum befunden. Erst in jüngster Zeit wurden in der näheren Umgebung interessante archäolog. Funde gemacht.
Panagia Trouloti ist eines der ältesten byzantinischen Gotteshäuser der Insel ( 8.,9. Jhdt). Die schlichte Kreuzkuppelkirche birgt im Inneren einige wertvolle Ikonen, u.a. eine Jungfrau mit Kind.
AGIOS RAFFAEL
3 km südöstlich von Thermi liegt dieser bedeutende Wallfahrtsort, umgeben von zahlreichen Olivenhainen. Auf Grund von Träumen einiger Frauen der Umgebung wurden die Gräber des Mönchs Raffael und seines Freundes Nikolaos sowie die halbverbrannten Knochen der kleinen Irini in einem Tonkrug gefunden. Sie waren am 9. April 1463 (Osterdienstag) als Bewohner eines Klosters von räuberischen Türken umgebracht worden.
Das 1964 erbaute Kloster wird heute von 45 Nonnen und ihrer Mutter Oberin Eugenia bewohnt. Alljährlich kommen zahlreiche Pilger aus ganz Griechenland zu diesem Kloster, wo es bereits wiederholt zu Wunderheilungen gekommen sein soll.
DER NORDEN
Nördlich der Ebene von Kalloni erhebt sich der Gebirgszug des Lepetymnos, dessen höchste Erhebung – Prophitis Elias – 986 m misst. Hinter diesen Bergen erstrecken sich die bekannten Buchten von Petra, Molyvos und Eftalou.
PETRA
Das Wahrzeichen des Dorfes,
das im Norden in einer ca. 3 km langen Sand/Kiesbucht liegt, ist die
Marienkirche auf dem Felsen, der dem Dorf auch seinen Namen gibt (Petra =
Stein, Fels). 114 in den Fels geschlagene Naturstufen sind zu erklimmen, um zur
Kirche zu gelangen, die der “Süssküssenden Madonna “ ( Panagia Gllykofiloussa)
geweiht ist. Zum Bau der Kirche, der im
Anfang des 17. Jhdts datiert, heisst es, dass ein Seemann die wundertätige
Ikone, die von seinem in der Bucht von Petra ankernden Schiff verschwunden war,
auf diesem Felsen wiedergefunden hat. Sehenswert ist auch die Agios Nikolaos
Kirche, die älteste Kirche Petras, in der es gut erhaltene Fresken aus dem
16.Jhdt zu besichtigen gibt. Das Varelitzidena -Haus ist ein schönes Beispiel
für die Bauweise des frühen 18. Jhdts: Untergeschoss aus Stein, ausladendes
Obergeschoss aus Holz. Im Obergeschoss sind recht gut erhaltene Wandmalereien
zu sehen. Das etwa 1.000 Einwohner-Dorf hat in den frühen 80er-Jahren durch die
Frauenkooperative einen touristischen Aufschwung erlebt.
MOLYVOS
Der amtliche Name von Molyvos ist Methymna.
Dieses “ Bilderbuchstädtchen “ bildet zweifelsfrei das absolute touristische Zentrum der Insel. Kopfsteingepflasterte Gassen, lauschige – von schattenspendenden Weinstöcken umrankte – Cafes und Tavernen, der malerische Hafen und die imposante Burganlage machen den unwiderstehlichen Reiz dieses streng denkmalgeschützten Ortes aus.
Bereits seit den ersten Besiedlungsspuren hat sich an dieser strategisch wichtigen Stelle eine Siedlung befunden. Aus römischer Zeit stammt der Rest eines Stützpfeilers (an der Strasse nach Eftalou) jener Wasserleitung, die vom Lepetymnos aus die Stadt mit Wasser versorgte. An die Genueser Herrschaft erinnert noch die wuchtige Stadtmauer.
Die Burganlage ist Di – So : 09:00 – 21:00 geöffnet ( Änderungen vorbeh.)
Etwa 4 km ausserhalb von Molyvos laden die sieben
Kiesbuchten von Eftalou zum Baden in glasklarem Wasser ein. Eine der heissen
Quellen von Lesvos bietet hier die Möglichkeit zu einem Gesundheitsbad.
Liebhaber von FKK – Baden können dies in der allerletzten Bucht tun, die
einheimische Bevölkerung sieht es allerdings nicht gern!
DER GOLF VON KALLONI
Die grössere der beiden Meeresbuchten, die der Insel ihre charakteristische Form geben, ist der Golf von Kalloni.
In der Antike lagen bedeutende Städte an der Golfküste , wie z.B. Pyrrha, das 231 v. Chr. einem Erdbeben zum Opfer fiel und auf dem Meeresgrund versank. In der Nähe von Skamioudi haben Archäologen nun Reste der Stadt Kourtiri entdeckt, die wahrscheinlich fünfmal so gross war, wie die bronzezeitliche Siedlung Thermi an der Ostküste.
Der Tempel von Messa – in der Ebene von Kalloni – wurde Ende des vorigen Jhdts. von deutschen Archäologen ausgegraben. Wahrscheinlich war das Heiligtum eine Art zentrale Verwaltungsstätte aller Stadtstaaten. Überlieferungen bestätigen, dass ausser den alljährlichen Festen zu Ehren der Hera und Aphrodite im Tempel der Hera Schönheitswettbewerbe für junge Mädchen stattgefunden haben.
Der Golf von Kalloni ist ein ausgesprochenes Vogelparadies. Alljährlich kommen Vogelforscher in dieses Gebiet, um die Brutgewohnheiten zahlreicher – teils vom Aussterben bedrohter – Vogelarten zu beobachten. Störche, Reiher, Flamingos etc. sind jedoch jedes Jahr anzutreffen.
Dem schmalen und seichten Golfausgang ist es zu verdanken, dass keine grossen Schiffe in den Golf einfahren.
Das Wasser des Golfes weist einen sehr hohen Salzgehalt auf. Daher hat man im Gebiet von Skala Polichnitou und Kallonis Salzgewinnungsanlagen errichtet, die zu den wichtigsten Salzlieferanten Griechenlands zählen.
Die absolute Spezialität der Region sind die Sardinen und Sardellen aus Kalloni.
KALLONI
Ist das Verwaltungszentrum des Bezirks Methymna, Verkehrsknotenpunkt und Schulstadt.
AGIA PARASKEVI
Das grosse und architektonisch interessante Dorf liegt im Zentrum der Insel, der Ebene von Kalloni. Ein Fest ganz besonderer Art ist das alljährliche Stierfest mit dem damit verbundenen Pferderennen. Das Datum des Festes ist von Ostern abhängig und findet meist in der zweiten Juni - Hälfte statt. Etwa 5 km ausserhalb des Dorfes befinden sich die Reste der Basilika Chalinadou.
MONI LIMONOS
Etwa 15 km westlich von Kalloni liegt das grösste und bedeutendste Kloster der Insel in einem grünbewachsenen Tal. Wahrscheinlich bestand schon vor der türkischen Besetzung (1462 ) an dieser Stelle ein Kloster, das entweder zerstört oder aufgelassen wurde.
1523 wurde das Limonos Kloster von Ignatios Agalianos, dem Metropoliten von Methymna, neu gegründet. Ignatios wurde schon bald nach seinem Tode heiliggesprochen und wird als Schutzheiliger der Region verehrt. Die Gründungsfeierlichkeiten des Klosters finden am Namenstag des Heiligen am 14. Oktober statt.
Die Hauptkirche des Klosters im Stil einer dreischiffigen Basilika, beinhaltet eine holzgeschnitzte, vergoldete Ikonostase und Fresken im Stile der Athos –Kloester. Die Bibliothek und die Museen des Klosters beheimaten kostbare Schätze : etwa 5.000 Bände, Ikonen, Handschriften, Firmane, Gewänder etc. Das älteste Buch ist ein handgeschriebenes Evangelium aus dem 9. Jhdt.
Grosse Verdienste erwarb sich das Kloster als geistiges Zentrum der Insel während der Türkenherrschaft ( Hüterin der griech. Sprache und Kultur ).
MONI MYRSINIOTISSA
Nördlich des Limonos Klosters an einen Berghang geschmiegt befindet sich das Myrsiniotissa Kloster, 1527 ebenfalls von Ignatios Agalianos als Nonnenkloster gegründet und der Hl. Jungfrau geweiht.
Während der Türkenherrschaft fanden hier vor allem junge Mädchen Zuflucht.
DER WESTEN
SIGRI
92 km von Mytilini entfernt bildet dieses
Fischerdorf den westlichsten Punkt der Insel. Der Naturhafen des Dorfes bot
bereits Seefahrern der Antike Unterschlupf.
Die Kirche Agia Triada ( Hl. Dreifaltigkeit ) war ursprünglich eine türkische Moschee ( erbaut 1870 ). Ebenfalls aus türkischer Zeit stammt das Kuppel – Badehaus ( Hammam ) neben der Kirche.

Berühmtheit erlangte das sonst eher ruhige Dörfchen, als man die ersten versteinerten Baumstämme entdeckte. Einige dieser Versteinerungen gibt es auf der vorgelagerten Insel Nisiopi zu sehen.
Wenige km ausserhalb von Sigri wurde vor einigen Jahren der Nationalpark “ Versteinerter Wald “ ( Apolithomeno Dasos ) eröffnet.
SKALA ERESSOU
Im Bereich der Strandsiedlung des Hauptortes Eressos befand sich wahrscheinlich auch die antike Siedlung Eressos – Heimat des Philosophen Theophrast und der berühmten Lyrikerin Sappho.
Hinter der Andreas – Kirche des Dorfes sind Architekturteile und ein Fussbodenmosaik einer frühchristlichen Basilika erhalten , die aus der ersten Hälfte des 5. Jhdts. stammt und ebenfalls dem Hl. Andreas geweiht war.
In dem kleinen archäologischen Museum neben den Ausgrabungen ( geöffnet Di – So 08:30 – 15:00 ) wird auch der Anker jener türkischen Fregatte aufbewahrt, die im griechischen Freiheitskampf in der Bucht vor Eressos versenkt wurde.
MONI PERIVOLIS
Etwa 5 km nach Vatoussa liegt rechterhand in einem Tal das malerische Perivolis Kloster, umrahmt von Platanen und üppigen Oleanderbüschen.
In der Kirche des Klosters, das der Mutter Gottes geweiht ist, befinden sich Fresken, die wahrscheinlich noch aus byzantinischer Zeit stammen.
MONI YPSILOU
Gleich einer mächtigen Festung liegt dieses, dem Hl. Johannes geweihte Kloster weithin sichtbar auf einem Bergkegel.
Das Klostermuseum birgt durchaus interessante Kunstschätze, während das Kloster selbst 1967 durch einen Brand weitgehend zerstört, danach wieder neu aufgebaut wurde.